Bei den Naturbaustoffen ein schönes großes Feld, da nur ein kurzes Beispiel rausgepickt, weil man vielleicht bei Naturbaustoffen, wenn ich da in den Diskurs gehe und frage, was sind denn Naturbaustoffe, ist die Antwort ganz klassisch Holz. Typischer Naturbaustoff.

Ein Material, das ich Ihnen da gerne auch näherbringen würde, ist ein Plattenwerkstoff, der in dem Fall zu hundert Prozent aus Zellulose besteht, der aber ganz, ganz dünn ausgeformt, sich be- und verarbeiten lässt, fast wie ein Blech. Deshalb spricht das Unternehmen auch vom Holzblech. Und das eine Anmutung hat, wie ein Holzwerkstoff, wo man im ersten Moment vielleicht gar nicht direkt sieht, gar nicht direkt wahrnimmt, dass es ein hundert Prozent Naturbaustoff ist.

Also da mag ich Sie ganz klar auch animieren, ermuntern immer mal wieder nachzuforschen, nachzufragen den einzelnen Materialien wirklich bis auf den Rohstoff runtergebrochen auf den Kern zu fühlen, um da Ihre entsprechenden Materialien zu finden, um hier gesunde Produkte einsetzen zu können.

Komplexer wird die Thematik dann bei den schon angesprochenen Verbundwerkstoffen. Bei den Verbundwerkstoffen gilt es dann natürlich nicht nur zu schauen, aus welchen einzelnen Materialien besteht der Verbund. Hier ein Beispiel, bei dem man das eigentlich ganz schön sieht, einmal in dem seitlichen Aufbau als auch in der Frontansicht, dass hier mehrere Materialien im Verbund zusammenspielen.

Das Ganze hat dahingehend seinen Hintergrund, dass eben dieser Verbund geschaffen wurde, um eine hochabsorbierende Materialoberfläche zu schaffen. Die hier in der Ansicht sichtbaren unterschiedlichen Korngrößen, je nach Gestaltungsabstand, wenn Sie sich vorstellen, an der Decke wird dieses Material eingesetzt. Bei hohen Decken können Sie mit den etwas gröberen Korn arbeiten, haben trotzdem immer noch eine geschlossene Anmutung, je tiefer die Decke kommt, umso feiner kann man hier mit dem Granulat arbeiten.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, Verbundwerkstoff gesunde Materialien, was ist hier daran gesund. Das Interessante hier an diesem Verbundwerkstoff, wenn man unter dem Aspekt der Rohstoffe hier wieder schaut, einmal die oberste Schicht, der unterschiedlichen Granulate, sind aus der gleichen Materialität, in dem Fall recycelter Glasbruch, der letztendlich sich nur unterscheidet durch die Korngröße, zwar unterschiedlich in der Wahrnehmung ist, aber letztendlich von der Materialität, vom Rohstoff genau das Gleiche Material.

Das dahinter sitzende, absorbierende Dämmmaterial ist eine spezielle Weiterentwicklung, bei der hier auf eine auch nachwachsende Pflanze, in dem Fall eine Kenafpflanze zurückgegriffen wird, um ein in sich rundes Material zu schaffen, dass nachwachsend, Recyclinganteil hier miteinander vereint. Von den Ausdünstungen entsprechend bis hin zur Wohngesundheit ein ganz typisches, gesundes Material darstellt.

Ebenso bei den Rohstoffen ist dann die Frage, wie weit geht man hier, wie exakt möchte man, wenn man es so will, sein. Wir haben inzwischen tatsächlich Planer als auch Bauherren, die sagen ein so wie eben gezeigtes Material kommt für uns in Frage, weil die Einzelbestandteile unter den ökologisch nachhaltigen gesunden Aspekten alle in sich völlig (fein?) sind.

Es gibt erfreulich viele Materialentwicklungen, die den immer wieder schon angesprochenen Weg aufzeigen, so auch eine Materialentwicklung eines Unternehmens, die aus dem Bereich der Outdoormöbel kommen, die dort viel mit Teakholz gearbeitet haben, was ein Stück weit auch die Komplexität ganz schön aufzeigt. Teakholz an sich ein hundert Prozent natürliches Material. Nicht unproblematisch, was das Thema Regenwald et cetera anbelangt. Lange Transportwege und so dieses Unternehmen unter dem Aspekt der Gesamtbilanz sich überlegt hat, gibt es nicht Alternativen, die wir hier vor Ort produzieren, effizienter einsetzen können.

Und bei ihren Reisen, um das passende Teakholz zu finden, haben das Unternehmen festgestellt, dass in den asiatischen Ländern tonnenweise Reishülsen als Abfall anfällt, der bisher unproblematisch deponiert wurde. Die sich dann aber gesagt haben, Mensch, dieses, ähnlich wie die Eierschalen, Tonnagen mäßig anfallender Abfall, ist doch an sich noch zu wertvoll, um ihn einfach nur zu deponieren, lässt sich aus diesem Rohstoff nicht ein Material entwickeln, das idealerweise das Potenzial hat, das Teakholz zu ersetzen.

Und aus diesen Bestrebungen heraus ist ein Hybridmaterial entstanden, ein faserverstärktes Hybridmaterial, mit einem sehr hohen Anteil, 60 Prozent an Reishülsen, 22 Prozent an Steinsalzen und nur noch 18 Prozent aus Mineralöl hergestellt wird. Eben eine Entwicklung, die absolut in die Richtung der gesunden nachwachsenden ökologisch wertvollen Materialien geht. Wo man sagen kann, es ist noch nicht hundert Prozent auf die Rohstoffe runtergebrochen gesund, aber der Weg die Richtung ist entsprechend eingeschlagen.

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Michael Rahmfeld

Managing Partner

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Michael Rahmfeld, Gründer und Geschäftsführer von hej.build, steht vor einer braunen Wand und blickt in die Kamera.